Matcha ist nicht einfach nur ein pulverisierter Tee. Tatsächlich lässt sich jeder Tee trocknen und zu einem Pulver verarbeiten. Wird ein einfacher Grüntee verwendet, bleiben, von anderen wertvollen Bestandteilen, wie insbesondere dem Antioxidans Epigallocatechingallat und der Aminosäure L-Theanin, ganz zu schweigen, kaum mehr als Bitterstoffe übrig. Zudem weisen, sehr wohlwollend ausgedrückt, “Ersatzprodukte” nichts vom frischen, blumig teeigen Duft des Matcha auf und erinnern auch farblich nicht im Entferntesten an das kräftig leuchtende Grün des Matcha.

Matcha Detailaufnahme

Für die von anderen Tees unerreichbare Qualität eines originalen Matcha sind im Wesentlichen drei Faktoren verantwortlich:

Handgepflegter Tencha-Tee

Zunächst einmal wird Matcha ausschließlich aus der Teesorte Tencha hergestellt. Hierbei handelt es sich um die hochwertigste und gleichzeitig seltenste Teesorte in Japan. Tencha macht nur ein Prozent der japanischen Teeproduktion aus und die Pflanzen werden immer von Hand gepflegt. Selbstverständlich erfolgt auch die Ernte ausschließlich in aufwändiger Handarbeit.

Beschattung Wochen vor der Ernte

Ein zweiter Grund für die außergewöhnlichen Eigenschaften des Matcha besteht darin, dass er etwa vier Wochen vor der Ernte im Schatten fertig reift und dadurch seine intensiv grüne Farbe gewinnt.

Verarbeitung in Handarbeit

Zum Dritten beruht auch die Verarbeitung des Tees zum Matcha auf reiner Handarbeit und traditionelle Verfahren.

So wird die staubfeine Pulverisierung über die Jahrhunderte unverändert mit Mühlsteinen aus Granit bewerkstelligt. Dabei leisten die Steine ganze Arbeit. Die einzelnen Pulverpartikel sind nur fünf bis 17 Mikrometer klein. Das ist eine Größe, die so gering ist, dass sie sich sensorisch weder mit den Fingerspitzen noch mit der Zunge erfühlen lässt. Die Herstellung von Matcha ist daher äußerst arbeitsintensiv. In einem Kilo Matcha stecken allein von der Ernte zum fertigen Tee viele Dutzend Arbeitsstunden. Bei diesem Arbeitsaufwand ist verständlich, dass für einen echten japanischen Matcha nur der allerbeste Tencha-Tee verwendet wird.

Doch auch bei Spitzenqualitäten gibt es immer noch Abstufungen. Hierbei spielen nicht nur die Anbauregion und die dortigen Gegebenheiten, ob es sich um eine Hochregion handelt oder der Tee in einer Ebene gedeiht, eine Rolle, sondern auch der Grad der Meisterschaft des einzelnen Teebauern.