Wer zum ersten Mal das intensive, leicht süßlich herbe Geschmackserlebnis beim Genuss einer Schale Matcha erfährt, wird den Eindruck haben, vorher noch nie das Aroma eines Tees gekostet zu haben. Schon die Zubereitung des Matcha, das Auffüllen der Tasse, bis sie zu etwas mehr als einem Drittel gefüllt ist, und das sorgsame Rühren mit dem Bambusbesen, sind ein Erlebnis.

Für den Genuss einer Schale Matcha nimmt man sich immer etwas Zeit. Nur so kann das zart frische Aroma erfasst und das sinnliche Erlebnis gewürdigt werden. Auch wenn sich nicht immer die Zeit oder die Möglichkeit findet, einer Teezeremonie beizuwohnen, findet jede Verkostung des Matcha doch immer in Respekt vor der einfachen Lebensweise statt.

Aus diesem Respekt heraus belässt es der Matcha-Connaisseur bei der Verkostung auch nicht bei einer Schale Matcha. Bei der ersten Schale gibt der Tee nichts bekannt außer seiner Herkunft. Die zweite Schale verrät die Herkunft des Genießers und ermuntert ihn, darüber nachzudenken. Erst die dritte Schale bringt Matcha und Genießer zusammen und ermöglicht es sich gegenseitig aufeinander einzulassen.

Teezeremonie