Matcha

Keine radioaktive Belastung bei Matcha aus Japan

Noch immer, vier Jahre nach dem Unglück von Fukushima, hält sich das hartnäckige Gerücht, dass Matcha aus Japan radioaktiv belastet sei.

Gerüchte lassen sich nur durch Fakten aus der Welt schaffen, daher hier der offzielle Stand der Dinge:

Original japanischer Matcha, der von seriösen Händlern in Deutschland verkauft wurde und wird, war und ist zu keiner Zeit radioaktiv belastet.

Generell werden Lebensmittelexporte aus außereuropäischen Ländern immer wieder stichprobenartig beim Zoll überprüft. Seit dem Reaktorunfall in Fukushima wurden diese Kontrollen für Einfuhren aus Japan durch den deutschen Zoll enorm verstärkt. Bei der Ausfuhr aus Japan muss zudem jeder Exporteur eine Unbedenklichkeitsbescheinung der japanischen Behörden beschaffen, die nur durch von unabhängigen Testinstituten belegte Gefahrlosigkeit der Waren ausgestellt wird.

Die Anbaugebiete von Tee liegen alle und ausnahmslos südlich von Tokio, die Gebiete, in denen Matcha produziert wird, liegen noch weiter südlich. Das (historische) Zentrum der Matchaproduktion liegt in Uji, das über 500km Luftlinie entfernt von Fukushima liegt. Sehr viele Matchaproduzenten haben sich zudem seit 2011 noch weiter in den Süden Japans, vornehmlich auf die Südinsel Kyushu zurückgezogen. Die Felder in Kagoshima sind von Fukushima über 1.100 km Luftlinie entfernt.

Uji Fukushima Luftlinie

Uji Fukushima Luftlinie

Kagoshima Fukushima Luftlinie

Kagoshima Fukushima Luftlinie

Nun sind die genannten Distanzen keine unüberwindbaren Entfernungen für eine radioaktive Wolke. Das ist jedoch ein Trugschluss, dem viele Menschen mangels besseren Wissens aufsitzen. Eine radioaktive Wolke verbeitet sich nicht konzentrisch um einen Unglücksort, sondern wird von dort herrschenden Wind- und auch Meeresströmungen beeinflußt.

Die Schweizer Seite meteocentrale.ch hat dazu Videos produziert, die die Verteilung der Radioaktivität nach dem Unglücksfall genau zeigen:

Der Film zeigt die vorhergesagte Emissionsverbreitung in 3 verschiedenen Höhen: 10 Meter, 500 Meter und 1500 Meter über dem Meeresspiegel.

 

Der Strömungsfilm zeigt die Vorhersage der Windrichtung 10m über dem Boden. Je schneller sich die Pfeile bewegen, umso stärker ist der Wind.

Quelle beider Videos: meteocentrale.ch

Spätestens aus diesen beiden Videos wird klar, dass in dem Gebiet, in dem in Japan Tee angebaut und Matcha produziert wird, keinerlei radioaktive Belastung aufgetreten sein kann. Daher war und ist Matcha aus Japan zu keiner Zeit radioaktiv belastet.

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