Was ist Matcha eigentlich?

Kurzfassung:

Matcha ist ein japanischer gemahlener grüner Tee, der komplett dem Körper zugeführt wird. Dadurch gibt man dem Organismus erheblich mehr Inhaltsstoffe als bei einem Aufgussgetränk, bei dem nur die wasserlöslichen Bestandteile vom Teeblatt konsumiert werden. Aufgrund der Pulverform von Matcha lässt sich Matcha als Zutat überall verwenden. Klassisch mit Wasser zubereitet, aber auch als Zusatz in Kuchen, feinen Speisen, als Matcha-Latte mit Milch (oder Milchersatz) und selbst Cocktails und Süßigkeiten können mit Matcha verfeinert werden.

Langfassung:

Matcha ist japanisch und steht für mat=gemahlen cha=Tee. Im Japanischen sieht das so aus: 抹茶.

Daher bedeutet Matcha einfach „gemahlener Tee“. Der im Internet oft anzutreffende Ausdruck „Matcha Tee“ ist eigentlich irreführend, da dies für „gemahlener Tee Tee“ steht.

Matcha ist ein gemahlener Tee und das Pulver wird in die Flüssigkeit (Wasser, Milch, Milchersatz, Saft etc.) komplett eingerührt. Da das Pulver in der Flüssigkeit verbleibt, gibt es keine Ziehzeit des Tees, Matcha wird dem Körper komplett zugeführt und man trinkt nicht nur den Aufguss der Blätter wie bei einem „normalen“ Tee.

Dadurch führt man dem Körper erheblich mehr teils gesundheitsfördernde Inhaltsstoffe zu als bei einem Aufgußgetränk wie bspw. bei einem Sencha. Als grobe Faustregel sagt man, dass man mit einer Schale Matcha etwa die Inhaltsstoffe dem Körper zur Verfügung stellt, die in 1,5 Litern Grüntee enthalten sind. Zudem sind in einem aufgegossenen Tee nur die Inhaltsstoffe, die auch wasserlöslich sind. Rein fettlösliche Stoffe oder Stoffe, die sich überhaupt nicht aus dem Teeblatt ins Wasser lösen, verbleiben bei einem „normalen“ Tee im Teeblatt und werden weggeworfen.

Als vielleicht wichtigste Inhaltsstoffe bei Matcha sind das enthaltene Koffein (oder auch Teein genannt) und Aminosäuren wie L-Theanin und auch Inhaltstoffe wie EGCG (Epigallocatechingallat) anzuführen.

In Matcha ist Koffein enthalten. Das Koffein in Matcha ist an die Gerbstoffe gebunden ist, wohingegen das Koffein im Kaffee in reiner, ungebundener Form vorkommt. Durch die Bindung an die Gerbstoffe wird das Koffein nicht bereits im Magen vom Körper aufgenommen, wie es bei Kaffee der Fall ist, sondern wird erst später im Verdauungssystem vom Körper absorbiert. Diese spätere Aufnahme im Körper findet zudem über einen längeren Zeitraum statt als die Aufnahme im Magen.

Dadurch hält der Koffeinkick von Matcha bis zu sechs Stunden an. Es ist jedoch kein Kick, wie man ihn vom Kaffee kennt, das Koffein im Matcha wirkt eher konzentrationsfördernd, man fühlt sich wach, fit, energiegeladen, fokussiert und konzentriert, ohne dass sich die Nervosität einstellt, die man vom Kaffee kennt.

Es gibt aber nicht nur „einen“ Matcha auf der Welt, Matcha ist eher ein Sammelbegriff für eine bestimmte Teesorte. So wie es nicht nur einen Wein auf der Welt gibt, sondern Wein aus verschiedenen Anbauregionen und in verschiedenen Geschmacksnoten, so gibt es auch eine Vielzahl von unterschiedlichen Matchasorten.

Wie beim Wein gibt es auch beim Matcha fruchtige Sorten, herbe Sorten, milde Sorten, nussige Sorten etc. Und auch Sorten für verschiedene Zwecke. Es gibt Matcha für die Küche, der sich zum Kochen und Backen eignet, es gibt Matcha für den täglichen Genuss, der geschmacklich ausgewogen ist und auch Matcha, der so fein, mild, weich und exquisit und auch selten ist, das man ihn nur an besonderen Tagen zu besonderen Ereignissen trinken möchte.

Eine Eigenschaft vereint jedoch alle Sorten: Original Matcha kommt immer und ausschließlich aus Japan. Was teilweise im Handel zu finden ist, sich „Matcha“ nennt und aus anderen Ländern kommt, hat mit original japanischem Matcha nichts gemein. Mehr dazu an anderer Stelle auf unserer Seite.

Übrigens gibt es keine „Tencha“-Pflanze, wie im Internet oft zu lesen ist. Tencha bezeichnet das Blattgut während eines Verarbeitungsschrittes im Produktionsprozesses von Matcha. Zum Thema Tencha gibt es auf unserer Seite noch einen ausführlicheren Artikel.

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