Matcha und FairTrade

Eine Frage, die wir immer wieder gestellt bekommen, ist: Warum ist original japanischer Matcha nicht aus FairTrade Produktion bzw. wieso trägt Matcha nicht das FairTrade Siegel?

Die Definition von FairTrade laut der Webseite https://www.fairtrade-deutschland.de/was-ist-fairtrade.html lautet: „Fairtrade verbindet Konsumentinnen und Konsumenten, Unternehmen und Produzentenorganisationen und verändert Handel(n) durch bessere Preise für Kleinbauernfamilien, sowie menschenwürdige Arbeitsbedingungen für Beschäftigte auf Plantagen in Entwicklungs- und Schwellenländern.“

Der wichtige Punkt hierbei ist: „Plantagen in Entwicklungs- und Schwellenländern„.

Japan ist kein Entwicklungs- und Schwellenland, sondern, ähnlich wie Deutschland, eine Industrienation. So, wie hierzulande die Bauern eigenständige Unternehmer sind, so sind auch die Teefarmer in Japan eigenständige Unternehmer, die mit den größeren Firmen/Abnehmern Verträge über Abnehmemengen und – preise aushandeln oder direkt auf dem Teemarkt oder an Endabnehmer Ihre Produkte vertreiben (Beispiele wären hier Familie Morimoto oder die Familie Hayashi). Dies tun sie immer auf eigene Rechnung, da die Teefelder ihnen selbst gehören. Genau so, wie hierzulande der Acker auch dem Bauern selbst gehört. Es gibt ja bspw. auch keine Kartoffeln mit dem FairTrade Siegel aus Brandenburg oder Spargel mit FairTrade Siegel aus Baden-Württemberg.

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