Matcha Zubereitung
Die klassische Matcha-Zubereitung
Ein guter Matcha braucht keine große Zeremonie. Ein paar Handgriffe, die richtige Temperatur und ein bisschen Gefühl fürs Aufschlagen reichen völlig aus, um das volle Aroma aus dem feinen Grün herauszukitzeln.
Das brauchst du
• Matcha
• Schale (Chawan) oder Tasse, gern etwas bauchig
• Bambusbesen (Chasen) oder alternativ ein elektrischer Milchaufschäumer
• Optional Bambuslöffel (Chashaku) oder Teelöffel, feines Sieb
Schritt 1: Besen kurz aufwecken
Fülle deine Schale etwa halbvoll mit warmem Wasser und stelle den Bambusbesen für ein bis zwei Minuten hinein. So werden die Borsten geschmeidiger und du schlägst später leichter feinporigen Schaum auf. Kleiner Bonus: Der Besen dankt es dir langfristig, da die Borsten nicht so schnell abbrechen.

Schritt 2: Wasser – mit Gefühl – nicht kochend
Koche frisches, möglichst weiches Wasser und lass es auf etwa 70 bis 80 Grad abkühlen. Wenn du keine Temperaturanzeige hast, klappt das so:
• Wasserkocher öffnen und ca. 10 Minuten warten
• Oder vier bis fünfmal in ein kaltes Gefäß umfüllen, so verliert es schnell Temperatur
Unser Tipp für einen besonders runden Geschmack: starte gern bei etwa 65 Grad und taste dich an deinen Sweet Spot heran.
Eine Faustregel besagt: Je hochwertiger der Matcha, desto kühler das Wasser.
Schritt 3: Matcha dosieren und Textur verfeinern
Gib 1 bis 2 Gramm Matcha in die Schale. Das entspricht etwa einem gestrichenen Teelöffel oder ein bis zwei Löffeln mit dem Bambuslöffel.
Falls dein Matcha eine noch feinere seidige Note in der Schale haben soll, siebe ihn kurz. Das macht die Textur später extra weich, ist aber kein Muss.
Schritt 4: Erst Paste dann Schaum
Jetzt kommt der Teil, der alles leichter macht:
• Gib einen kleinen Schluck warmes Wasser dazu
• Verrühre Matcha und Wasser mit dem angefeuchteten Bambusbesen zu einer glatten Paste, bis keine Klümpchen mehr zu sehen sind
Die Konsistenz darf ruhig dick sein, wie eine sehr sämige Soße. Diese Mini Paste ist dein Shortcut zu gleichmäßigem Geschmack.
Schritt 5 Auffüllen und aufschlagen
Fülle nun Wasser nach, maximal bis etwa zur Hälfte der Schale. Dann schlägst du auf:
• Bewege den Bambusbesen zügig in einer M oder Zick-Zack Bewegung
• Locker aus dem Handgelenk, ohne Druck nach unten
• Schabe nicht mit dem Besen am Rand oder dem Boden der Schale
• Nach etwa 15 Sekunden sollte sich feiner Schaum bilden
Zum Schluss kannst du die Schale einmal sanft drehen. Das sieht nicht nur schön aus, es wirkt auch wie ein kleines Finish für deinen Matcha Moment.

Wenn es noch nicht schäumt, liegt es meist daran
• Wasser zu heiß: bitterer, weniger cremig
• Zu wenig Tempo: lieber schneller statt stärker drücken
• Keine Paste gerührt: Klümpchen stören den Schaum
• Schale zu voll: halbvoll ist ideal fürs Aufschlagen
Und ganz ehrlich: Die ersten Male sind mit Sicherheit nicht perfekt. Auch hier macht die Übung den Meister, man wird schnell besser, versprochen.
Lust auf Variationen
• Kalt: Matcha zuerst in wenig Wasser glatt rühren, dann mit kaltem Wasser in einem Shaker auffüllen und schütteln. Der Schaum wird feiner mit einem Sieb im Shaker, aber auch ohne geht es.
• Latte: Matcha wie oben zubereiten, dann mit aufgeschäumter Milch oder Pflanzenmilch toppen.
Ein Video zur Zubereitung finden Sie hinter diesem Link oder gleich hier:
Matcha mit Aufschäumer – eine moderne Variante
Wo Matcha sonst noch glänzen darf
Matcha kann mehr als Dir nur den puren Genuss mit Wasser in der Matchaschale zu bieten. Wenn du Lust auf Abwechslung hast, wird aus dem feinen Grün ganz schnell ein Küchenliebling, mal cremig, mal fruchtig, mal als kleiner Farbtupfer im Ofen.
Im Glas und in der Tasse
Saft oder Milch sind perfekte Spielwiesen für Matcha. Besonders gut passen frische Noten wie Orange, Ananas oder Mango, weil sie die kräftigere Seite des Matcha charmant einfangen.
So wird’s gleichmäßig:
• Matcha kann direkt in Saft, Milch und Milchalternativen eingerührt werden
• Mit einem elektrischen Aufschäumer fein verteilen
Hier solltest Du immer mit einem elektrischen Aufschäumer arbeiten, da die Säure des Safts und der Milch die feinen Naturborsten des Bambusbesens angreift.
Für Kuchen, Cremes und alles, wo das Auge mitisst
Matcha macht Desserts nicht nur grün, sondern auch geschmacklich spannend, von Vanillecreme bis Marmorkuchen, nur eben mit Matcha statt Kakao. Für solche Rezepte eignen sich kräftigere Sorten, die auch neben den anderen Geschmacksnoten präsent bleiben.
Ideen für den Anfang:
• Vanillecreme mit einem Hauch Matcha
• Marmorkuchen mit Matcha Wirbel
• selbstgemachtes Eis als leckerer Nachtisch
In Smoothies
Wenn der Mixer läuft, darf Matcha mit. Ein halber bis ganzer Teelöffel reicht oft schon, um Farbe und eine feine Note in deinen Frucht oder Gemüsemix zu bringen. Besonders harmonisch: Banane, Mango, Ananas, dazu gern Spinat oder Avocado für Cremigkeit.
Für Smoothies und Rezepte sind kräftigere Sorten ideal, damit der Matcha neben anderen Zutaten geschmacklich nicht untergeht.
Noch mehr Inspiration
Wenn du einmal im Matcha Kochmodus bist: Hier auf matcha.de findest du viele Rezeptideen und Schritt für Schritt Anleitungen, die dich vom ersten Matcha Latte bis zum Dessert begleiten.
Die deutsche Presseagentur hat Anfang 2015 Videos mit uns zum Thema Matcha produziert.
Im diesem Video wird erklärt, wie man Matcha klassisch zubereitet:
Im zweiten Video werden Alternativen zu der klassischen Matchazubereitung gezeigt:
Last Updated on 28. Januar 2026 by Florian Rosch






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